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Ton-geographie II (2005)
für 4 Posaunen, für das "composers slide quartet" komponiert

Spielt ein Instrument einen Ton in einem  Raum, so entfalten  sich die Schallwellen strahlenförmig in alle Richtungen.  Jeder Strahl  prallt gegen eine Wand oder eine andere harte Oberfläche und wird dann in den Raum zurückgeworfen; der Prozess wird fortgesetzt, bis die gesamte Energie  des ursprünglichen Tones verbraucht ist. Man kann sich leicht die Komplexität des Vorgangs vorstellen. Eine genaue Voraussage, wie ein gegebener Ton in einem gegebenen Raum sich entwickeln wird, ist sehr aufwendig; ein Thema für  die angewandte Wissenschaft. Uns Musikern liegt es viel näher, den Prozess empirisch zu beobachten und womöglich  die gewonnenen Erkentnnisse kompositorisch zu benutzen. Das ist das Ziel von Ton-Geographie II.

Töne werden in einer Art so komponiert, daß man ein bestimmtes Verhalten provoziert. Der Nachhall wird komponiert.  Die "Musik" ist, sozusagen, in den Pausen verborgen.

Zum Beispiel:  spielt ein Musiker in einer Ecke des Raumes mit dem Gesicht zum Publikum, so wird er eine bestimmte Klangfarbe und entsprechenden Nachall erzielen. Dreht sich der Musiker um und spielt möglichst genau den selben Ton gegen die Eckwände, so werden Klangfarbe und Nachhall anders erklingen: man kann den Raum als einen riesen Dämpfer betrachten.

-oder: spielt ein Instrument ein langsames Glissando,  so wird jedes Segment des Gliss. andere Grundtöne, Teiltöne und entsprechend anderes Nachhallverhalten  erzeugen. Man wird dann ein "farbiges Geräusch" als Mischung erwarten.

Diese Komposition soll  in  großen Räumen  mit langer Nachhallzeit gespielt werden

Auftrag: composers slide quartet
Uraufführung: Freiburg, Fauler Fauler Bad, 25.06.2005, composers slide quartet
Tonträger: K.O. Studio Freiburg

Mesias Maiguashca

Geografía Sonora II (2005)

para cuatro trombones, compuesta para el  "composers slide quartet".

Si un instrumento toca un sonido en una sola se dispersan las ondas sonoras concéntricamente. Cada haz sonoro se estrella contra una pared o superficie dura y es devuelta al espacio; este proceso se repite hasta que toda la energía del sonido original se haya disipado. Se puede uno bien imaginar la complejidad de este proceso. Una descripción precisa de él es una tarea muy compleja, un tema para las ciencias aplicadas. Como músicos, nos es más fácil observar el proceso empíricamente y sacar conclusiones que nos servirán para la práctica, la composición, por ejemplo. Este es la tarea impuesta en la Geografía Sonora II.

Los sonidos son compuestos de tal manera que provoquen un proceso determinado. Así, la reveración es un objeto de la composición, la "música" está por así decir, escondida en los silencios.

.Por ejemplo: si un músico toca en la esquiena de la sala, con la cara al público, se percibirá un timre y reverberación determinados. Si entonces el músico gira (siempre tocando el mismo material)  360 grados, timbre y reverberación cambiarán: hemos utilizado el espacio como una sordina enorme.

.O si el instrumento toca un glissando lento, cada momento de él creará nuevas fundamentales y armónicos con su correpondiente reverberación. Se creará un ruido coloreado?

Esta obra es concebida para salas grandes con tiempo grande de reverberación.

Encargo: composers slide quartet
Estreno: Freiburg, Fauler Bad, 25.06.2005, "composers slide quartet".
Grabación: K.O. Studio Köln

- Hören/Escuchar: (21:45)